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Katzenrassen: Perser 

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Katzenrasse - Perser

Allgmeines

Perserkatzen zeichnen sich durch einen gedrungenen Körperbau aus, der Kopf ist rundlich und massiv mit breitem Schädel. Die Nase ist kurz und besitzt den charakteristischen Stop (ein Knick am Nasenansatz). Der Stop muss genau zwischen den Augen liegen. Die Pfoten sind breit, rundlich, kurz und kräftig. Die Ohren sind klein und leicht gerundet und weisen charakteristische Haarbüschel auf. Sie sollten weit auseinander liegen. Die Augen sind groß und rund. Der Schwanz sollte kurz und buschig sein.

Das Fell ist immer lang und sehr dicht und sollte eine lange, feine Unterwolle aufweisen. Die Textur sollte dabei nicht wollig sein. Am Hals zeigt sich eine volle Halskrause um Schultern und Brust. Das lange Fell erfordert einen sehr hohen Pflegeaufwand, der bei der Anschaffung einer Perserkatze stets bedacht werden sollte. Das Fell muss täglich gebürstet werden und sollte, um es glänzend zu erhalten, auch gepudert werden. Zudem sollte man das Tier gelegentlich baden. Perserkatzen, die für Ausstellungen bestimmt sind, sollten sich nicht im Garten aufhalten, da in diesem Fall das Fell nicht nur äußerst schwierig zu reinigen ist, sondern auch durch Sonneneinsstrahlung ausbleichen kann.

Perserkatzen sind im Allgemeinen anhänglich, sanft und verschmust. Sie kommen mit relativ wenig Zuwendung aus und haben eine unkomplizierte Wesenart. Diese Eigenschaften können bei den unterschiedlichen Perserrassen leicht variieren, dennoch bleibt stets der gutmütige Charakter erhalten. Die Perserkatze zieht meist die Wohnung dem Garten vor, selbst wenn sie Zugang zu diesem hat. Manche Perserrassen gelten als lebhafter, im Grunde ist die Perserkatze jedoch eine ideale Wohnungskatze, da sie Mußestunden auf dem Sofa weit mehr schätzt als einen ausgedehnten Aufenthalt im Garten.

 

Herkunft

Das ursprüngliche Herkunftsland der Perserkatze ist heute nicht mehr mit Sicherheit zu ermitteln. Ihre Vorfahren stammen aus dem türkisch-persischen Raum, früher kannte man langhaarige Katzen auch unter dem Namen "Angorakatze" (Angora = der frühere Name des heutigen Ankara). Mitte des 16. Jahrhunderts gelangte sie durch die Seefahrt nach Europa, wo sie bereits an Fürstenhöfen gehalten wurde. Sie wurde mit verschiedenen Adjektiven belegt, die ihr exotisches Äußeres unterstrichen, wie etwa "chinesische", "russische" oder "indische" Katze. Ab dem späten 19. Jahrhundert wurden Perserkatzen gezielt gezüchtet und bald durch die Katzenzuchtorganisationen als Rasse anerkannt. Schnell avancierten sie zu den Stars der immer populärer werdenden Katzenshows. 1889 wurde zum ersten Mal ein Rassestandard definiert und Perserkatzen fanden sich in den noblen Kreisen bis hin zum englischen Königshaus. Die Gestalt der Katzen wurde im Laufe der Zeit massiger und die Zahl der zugelassenen Farben stieg. Die moderne Züchtung versucht mittlerweile, das Aussehen der Katze mit gesundheitlichen Kriterien zu vereinbaren, ein Ziel, das in der Vergangenheit oft wenig beachtet wurde. So werden heute züchtungsbedingte Gendefekte wie Taubheit oder erschwerte Atmung vermieden.


Perserrassen

Perser Schwarz

Fell: schwarz
Augen: orange, glänzender Kupferton
Temperament: ruhig, anhänglich

Der schwarze Perser zählt neben dem weißen Perser zum ältesten Farbschlag der Rasse. Die erste schwarze Perserkatze wurde 1871 auf einer Londoner Katzenausstellung vorgestellt. Dabei ist die rein schwarze Fellfarbe sehr schwierig zu züchten, da häufig Nuancen von Rost- oder Rauchtönen auftreten. Daher gilt eine einheitlich schwarze Katze als großer Zuchterfolg. Das Fell dieser Katzen benötigt ebenfalls besonders intensive Pflege, da es schnell einen Rostton annehmen bzw. durch Aufenthalt in der Sonne ausgebleicht wirken kann.


Perser Rot

Fell: durchgehend rot
Augen: kupferfarben
Temperament: freundlich

Das Haar dieser Katze sollte einheitlich rot durchgefärbt sein, die Nase und die Fußballen ziegelrot. Tiere, deren Fell keine Tabby-Markierungen aufweist, sind äußerst selten und bei Züchtern sehr begehrt.


Perser Weiß

Fell: weiß
Augen: blau
Temperament: selbstbewusst, anhänglich, ruhig

Das Fell ist reinweiß, die Nase und Fußballen rosa. 1938 wurden weiße Perserkatzen durch ihre Augenfarben unterschieden und die Farben kupfer und blau als Rassestandard anerkannt. Die Variante mit verschiedenfarbigen Augen ("odd") wurde erst in den 1950er Jahren anerkannt. Die blauäugigen Perserkatzen neigen zu angeborener Taubheit. Die weiße Perserkatze war bereits in der viktorianischen Zeit geschätzt und eignet sich besonders gut als reine Hauskatze.


Perser Creme

Fell: braungelber Cremeton, verschiedene Schattierungen
Augen: kupferfarben

Früher war diese Fellfarbe unter dem Namen Devonshire Cream bekannt. Zunächst wurde sie nur in den USA weiterentwickelt. In England setzte sie sich erst Anfang des 20. Jahrhunderts durch.


Perser Blau

Fell: jede Schattierung in Blau
Augen: kupferfarben, orange
Temperament: liebenswürdig, ruhig

Die Katze besitzt eine blaue Nase und blaue Ballen. Die Züchtung dieser Rasse, die bereits von der englischen Königin Viktoria bevorzugt wurde (sie war Schirmherrin der 1901 gegründeten Blue Persian Society) ist perfektioniert. Die blaue Langhaar ist eine sehr beliebte Variante der Perserkatze und repräsentiert einen sehr reinen Zuchtstandard.


Perser Blaucreme

Fell: Schattierungen von Blau und Creme in Pastelltönen
Augen: kupferfarben, orange
Temperament: lebhaft, freundlich

Die Rasse entstand aus der Paarung von blauen und cremefarbenen Tieren. Der Nasenspiegel und die Ballen sollten blau sein.


Chinchilla-Perser

Fell: weiß mit schwarzem Tipping
Augen: grün
Temperament: lebhaft

Die Ballen dieser Tiere sind braun, während die Nase ziegelrot gefärbt ist. Die Chinchillas gelten im Allgemeinen als lebhaftere Vertreter der Perser, sind aber ebenso anhänglich und freundlich. Die Fellfarbe sollte schneeweiß mit schwarzem Tipping sein.

Perser Cameo

Fell: weiß mit cremefarbenen Haarspitzen
Augen: kupferfarben
Temperament: sehr ruhig, freundlich

Bei dieser Rasse existieren viele anerkannte Farbschläge. Das interessante Erscheinungsbild des Fells ist durch die Färbung der oberen Haare entstanden, während das Unterfell weiß ist.


Perser Smoke

Fell: Unterwolle weiß, schwarzes Tipping
Augen: kupferfarben
Temperament: ruhig


Perser Bicolor

Fell: alle Farben mit weiß
Augen: orange, kupferfarben
Temperament: ruhig, liebevoll

Erst in den 1960er Jahren wurden zweifarbige Langhaarkatzen als Rasse anerkannt. Sie können jede Farbe zusammen mit weiß aufweisen. Die Farbpartien sollten gegenüber dem weiß überwiegen.


Perser Tabby

Fell: alle Farben, mit der charakteristischen Tabby-Zeichnung
Augen: orange, kupferfarben
Temperament: eigenwillig, anhänglich

Die Farbvarianten Braun, Rot und Silber sind offiziell anerkannt, dennoch kann jede Fellfarbe die typische, getigerte Tabbymusterung aufweisen. Bei der Braun-Tabby-Katze sowie bei der Blau-Tabby sollten die Ballen und der Nasenspiegel rosa sein. Bei manchen Tabbys, wie beispielsweise der Silber-Tabby, sind auch Tiere mit haselnussbraunen Augen zu finden.


Perser Schildpatt

Fell: rote, cremefarbene und schwarze Flecken
Augen: kupferfarben, orange
Temperament: anhänglich, sanft und ruhig

Diese Farbgebung kommt ausschließlich bei weiblichen Tieren vor. Über die Frage, ob die Zucht von Schildpatt-Katzen schwierig sei, herrscht in England und den USA Uneinigkeit: Während in den USA die Zucht als relativ problemlos gilt, wird sie in England als kompliziert angesehen, da man die dort gewünschten Farbvarianten nur schwer erreicht.


Perser Schildpatt mit Weiß

Fell: blaue, cremefarbene und weiße Flecken
Augen: orange, kupferfarben
Temperament: ruhig, gutartig, freundlich

Auch bei dieser Rasse handelt es sich ausschließlich um weibliche Tiere, was die Zucht kompliziert. Die Pfoten sollten rosa Ballen haben.


Perser Colourpoint

Fell: warmer Cremeton mit dunklen, sealbraunen Markierungen
Augen: blau
Temperament: sanft, dennoch lebhaft

Es sind zahlreiche Farbschläge möglich, die von sealbraunen Abzeichen über rot und blau reichen. Die Züchtung dieser relativ jungen Rasse gelang erst in den 1940er Jahren vollkommen.


Detail

Typ: Cobby
Herkunftsland/-gebiet: Mittlerer Osten
Fell: alle Fellfarben
Augenfarbe: alle Augenfarben
Temperament: ruhig, ausgeglichen, ideale Hauskatze
Pflegeaufwand: hoch


Die Bilder der Katzenrassen unterliegen, wenn nicht anders gekennzeichnet, der "GNU Free Documentation license"

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